Australien & Ozeanien

Kio Orana Rarotonga

Der Flieger nach Rarotonga startete am frühen Morgen vom Aucklander Flughafen. Für mich etwas zu früh nachdem ich gerade erst meine Fahrt durch den Norden beendet hatte.
Nichtsdestotrotz war ich pünktlich vor Abflug dort und konnte sogar noch den Sonnenaufgang beobachten.

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Air New Zealand ist mittlerweile recht bekannt für lustige Sicherheitsvideos. Ich hatte zwar auf Hobbits gehofft, muss aber sagen, dass Surfer auch gar nicht mal so übel sind. Sicher das erste Sicherheitsvideo das ich wirklich aufmerksam (und das gleich mehrmals) verfolgt habe 😉 .

Der Flug war dann, dank Überquerung der Datumsgrenze, meine erste Zeitreise. Am Mittwochmorgen ging es los, am Dienstagnachmittag bin ich angekommen. Ganze 22 Stunden Zeitunterschied gibt es zwischen Neuseeland und Rarotonga.
Rarotonga ist die größte der Cook Inseln und besteht aus einem bergigen, fast unbewohntem Innenteil und einer bebauten Küste.
Mein Bungalow befand sich auf einem Hügel…

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…in der Nähe des Muri Beach, einer Lagune mit vier kleineren Inseln (Motus) zu denen man problemlos schwimmen kann.

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Das Wasser ist dort unheimlich klar und blau, genau so hatte ich mir die Südsee immer vorgestellt.

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Die gesamte Insel ist von einem Riff umgeben, so dass es sich fast überall im ruhigen Wasser prima schnorcheln lässt.

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Einmal um die Insel herum führt die Ringstraße die man in ungefähr einer Stunde umfahren kann. Es fahren sogar zwei Busse einer im und einer entgegen dem Uhrzeigersinn.

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Der Blick den man dabei auf den Dschungel bekommt, erinnert an alte King Kong Filme. Die ideale Kulisse für Zeremonien mit Menschenopfern am brodelnden Vulkan.

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Wenn man es geschafft hat einen der Busse zu bekommen (der längste Zeitraum den ich gewartet habe, waren anderthalb Stunden) ist es auch möglich zur Hauptstadt der Cookinseln, Avarua zu fahren.
Dort tobt das Leben zwar nicht gerade, aber immerhin gibt es sogar ein Kino. Auf einer Insel auf der es nur zwei Fernsehsender gibt und Internetzugang (auch für die Einheimischen) 50 Dollar pro einem GB kostet, ist das nicht unbedingt selbstverständlich.

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Bei den schwarzen Südseeperlen die dort überall verkauft wurden, konnte ich nicht widerstehen…

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…und auch einmal ordentlich Durchfressen auf dem Nachtmarkt war Pflicht.

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Ansonsten kann ich meine Tage auf Rarotonga aber nur als sehr faul beschreiben.

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Ich war zum ersten Mal seit meiner Abreise etwas kränklich und da das Wetter auch nicht immer top war, hatte ich auf Rarotonga die ruhigste Woche meines gesamten Sabbaticals.
Meistens gestaltete sich das so, dass ich morgens etwas am Strand herumgelegen habe und dann gegen Mittag zurück zum Bungalow gelaufen bin um zu kochen.
Meistens bin ich danach einfach eingepennt oder habe auf der Terrasse gelesen (naja das war eher selten 😉 ).

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Es gab aber sonst auch nicht allzu viel zu tun und mit der Zeit habe ich mich generell auch etwas abgezockt gefühlt.
Tourismus ist praktisch die einzige Einnahmequelle der Inselbewohner und ich hatte den Eindruck, dass mir ständig Jemand Irgendwas verkaufen wollte. Da hatte ich dann irgendwann keine Lust mehr drauf, so dass das Faulsein schon eine bewusste Wahl war.

Nur am letzten Tag habe ich dann doch noch mal eine Erklärbär Tour um die Insel herum mitgemacht, die dann auch sehr interessant und unterhaltsam war.

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An den Kokosnuss,- Banane,- Bananabread,- Papapya – Lunch der während der Tour serviert wurde, könnte ich mich echt gewöhnen.

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Kurz vorm Weiterflug nach Aitutaki hatte ich so noch mal Einiges über die Insel gelernt. Der nette Guide hat mit einer Engelsgeduld alle meine Fragen ausführlich beantwortet (nach der auch geistig sehr faulen Woche, hatte ich da einige).

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Alles in allem hat mich Rarotonga aber etwas ernüchtert. Mir kam es ein wenig vor wie das Malle der Neuseeländer (jede Nation hat wohl ihr Malle).
Es war zwar nicht schlecht, aber das volle Südseeoptimum war meiner Meinung nach noch nicht ausgeschöpft und so setzte ich meine gesamten Südseeträume nun auf Aitutaki.