Neuseeland

Back in Christchurch

Während ich auf den Cookinseln war, habe ich mich entschlossen doch noch einmal auf die Südinsel Neuseelands zu fliegen und dann von dort zurück nach Auckland zu reisen.
Mit dem bisschen Internetempfang auf Aitutaki war das gar nicht mal so einfach zu organisieren. Irgendwie hat es dann aber doch geklappt und mein Reiseplan sah nun: Aitutaki – Rarotonga – Auckland – Christchurch vor. Das alles mit einer Zwischenübernachtung in einem der Aucklander Flughafenhotels (Badewanne und Internet – juchuuu).

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Es verlief dann auch alles nach Plan und nachdem ich wieder zurück über die Datumsgrenze geflogen und damit wieder einen Tag verloren hatte, kam ich gefühlte drei Tage später in Christchurch an. Damit sind die Temperaturen für mich von 30 auf -5 Grad gefallen und ich musste erstmal Handschuhe kaufen gehen.
Mein Zeitgefühl hatte sich an diesem Punkt komplett verabschiedet und ist bisher auch nicht wieder angesprungen (wer braucht schon Wochentage oder das Datum).

Christchurch hat in den letzten Jahren einiges mitgemacht. Die beiden Erdbeben in den Jahren 2010 und 2011 haben die historische Innenstadt komplett vernichtet. Das Stadtleben hat sich jetzt eher in die Aussenbereiche verlagert und das Zentrum gleicht einer einzigen Baustelle. Das sieht man sehr, sehr deutlich wenn man hier auf Satellitenansicht umschaltet:

…und natürlich auch wenn man durch die Straßen läuft.
Ich war 2006 für einige Monate in Christchurch und habe die Stadt praktisch nicht wiedererkannt. Alles hat sich dort grundlegend geändert. Wo früher belebte Fußgängerzonen waren, stehen jetzt Baukräne oder befinden sich leere Flächen.
Ob die Kathedrale nun vollständig abgerissen wird oder nicht, ist wohl immer noch nicht ganz geklärt.

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Die Christchurcher zeigen sich angesichts der Umstände aber durchaus kreativ. Das zeigt zum Beispiel die Re:Start Mall eine temporäre Einkaufsmeile mit Geschäften in Schiffscontainern.

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Oder auch dieses Bier das aufgrund des Stromausfalls während des Erdbebens stärker als gewöhnlich ausgefallen ist und vom Hersteller als „After Shock“ Bier verkauft wurde.

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Es gibt aber durchaus noch historische Gebäude die das Beben überstanden haben, wie zum Beispiel das Canterbury Museum.

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Neben Maori Kunst…

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…zeigt es auch allerlei Kurioses…

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…und informiert natürlich auch umfassend über die Erdbeben.

Auch dem sehr schönen botanische Garten der Stadt mit seinen Gewächshäusern merkt man mittlerweile keine Schäden mehr an (ich jedenfalls nicht).

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Eine der Hauptattraktionen Christchurchs: die Gondelbahn, ist ebenfalls weiterhin in Betrieb.

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Sie führt auf die Port Hills die einen großartigen Überblick auf die umliegende Landschaft liefern.

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Unter anderem auch auf den Hafen von Lyttelton. Hier kamen die damaligen Neusiedler mit ihren Schiffen an und mussten die Berge dann über den Briddle Path zu Fuß überqueren.
Wer will kann das alles in der „Das Land der weißen Wolke“ Trilogie nachlesen. Absolut jede der Personen in diesen Büchern muss sich über diesen Pfad quälen. Und ja es ist ziemlicher Schund, aber durchaus unterhaltsamer Schund 😉 .

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Vor allem französische Neusiedler gab es in Akaroa. Akaroa liegt in der Nähe von Christchurch auf dem Banks Peninsula. Alles wirkt dort wie direkt von einer Postkarte entsprungen.

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Der ganze kleine Ort sieht sehr französisch aus und besteht aus unheimlich hübschen, …

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…kleinen Häuschen.

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Die große Attraktion des Ortes aber sind die seltenen Hector Delfine, die kleinste Delfinart der Welt.

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Bei einer Bootsfahrt vor Akaroa bekommt man sie meistens zu sehen und erhält auch gleich gute Ausblicke auf die beeindruckende Küstenlinie.

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Letztendlich habe ich die Gegend von Christchurch mit einem „wird schon wieder“ Gefühl verlassen. Die Leute die dort leben und alles was nun gleich mehrmals zerstört wurde nach und nach wieder aufbauen, haben meinen vollen Respekt.

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