Australien & Ozeanien

Welcome to Paradise

Die zweitgrößte der Cook Inseln Aitutaki, kann man außer per Boot, nur mit dem Flieger von Rarotonga aus erreichen.

Der Flug dauert ungefähr 45 Minuten und wird mit kleinen Propellermaschinen durchgeführt.

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Ich musste weder meinen Pass zeigen noch wurde ich sonst irgendwie kontrolliert als ich mit 15 anderen Passagieren eingestiegen und den sensationellen Platz 1F direkt gegenüber der Stewardess eingenommen habe.

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Ich muss ehrlich sagen, dass mir das gar nicht mal so angenehm war. Nicht wegen der Stewardess sondern wegen des Blicks auf den Propeller und dem generellen Gefühl in einem wahnsinnig kleinem, fragilem Flugzeug zu sitzen – 45 Minuten können verdammt lang sein.
Als Aitutaki dann aber zu sehen war, war alle Angst vergessen.

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Die Insel ist ein sogenanntes gekipptes Atoll und hat eine der größten und schönsten Lagunen der Welt. Die Farbe blau bekommt dort eine ganz neue Bedeutung.

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Auch meine Unterkunft entsprach jeglichem Südseeklischee. Ein kleiner, netter Bungalow direkt am Strand.

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Und das war ein Strand: hellblaues Wasser, weißer Sand, Palmen, Kokusnüsse und fast Niemand sonst da.

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Überall sind Einsiedlerkrebse herumgetrippelt, die jetzt offiziell meine neuen Lieblingskrustentiere sind. Einfach zu cool wie die sich bei Bodenbewegungen als harmlose Muscheln ausgeben um dann wenn die Luft rein ist, wieder loszurennen.

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Ich hätte diesen Strand ewig entlanglaufen können (und das bin ich tatsächlich auch sehr lange).

Da ich am ersten Tag aber doch etwas unruhig war und die Insel erstmal sehen wollte, bevor ich mich ausschließlich auf den Strand konzentrieren konnte, habe ich mich entschieden mir einen Scooter auszuleihen.

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Ich bin vorher nie Scooter gefahren, aber he das ist ne Insel wie schwer kann es schon sein.
Beim ersten Versuch konnte ich das Ding nicht starten, was meine Behauptung schon mal in Asien Scooter gefahren zu sein (stimmt natürlich nicht) auch nicht unbedingt glaubhaft hat wirken lassen. Losfahren durfte ich dann aber trotzdem, natürlich ohne Helm. Trägt dort Niemand und zerstört ohnehin nur die Frisur.

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Als ich nach fünf Minuten an einem Strand gehalten habe, hat mich auch gleich ein Touristenpärchen auf einem Scooter gefragt ob ich auch das erste Mal mit so einem Ding unterwegs bin.
Wer weiß, vielleicht hat mich der Blinker verraten von dem ich gar nicht gemerkt habe, dass er nicht mehr ausging (blinken habe ich dann auch unterlassen, wird eh vollkommen überschätzt).
Der Mann hat sich dann aber ebenfalls als Noob geoutet als er gefragt hat, wo an dem Ding der Rückwärtsgang ist. Ich bin jetzt kein Experte aber bezweifle, dass es den besonders häufig bei Scootern gibt. Mit einem „viel Glück“ haben wir uns dann verabschiedet 🙂 .
Trotzdem wollte ich mein Geld gut nutzen und bin ordentlich rumgeheizt.

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Durch den (einzigen) Ort (und dabei allseits nett gewunken worden), durch den Urwald, auf den höchsten Berg und vor allem auf der kerzengeraden Straße am Flughafen entlang (Aitutakis Autobahn). Dort habe ich ganze 60 Sachen gemacht und kam mir dabei vor wie Tom Cruise in dieser Top Gun Szene. Mit den kleinem Unterschied, dass ich auf einem Scooter statt auf einer Harley saß und es leider auch gerade kein startendes Flugzeug gab dem ich zujubeln konnte.
Trotzdem fühlte ich mich wahnsinnig frei und abenteuerlich und hatte am Abend dann auch in der rechten Ecke der Stirn einen abenteuerlichen Sonnenbrand (ohne Fahrtwind sind da sonst Haare 😉 ).

Nachdem ich also die Insel in und auswendig kannte, konnte ich nun ohne schlechtes Gewissen ausgiebig am Strand abhängen. Hier ein Frühstück im Inselstyle.

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Im Hintergrund sieht man ganz klein das Containerschiff, dass einmal im Monat Waren nach Aitutaki bringt. Wegen starkem Seegang konnte es erst nach einigen Tagen anlegen und angeblich wurden dadurch die Lebensmittel auch schon etwas knapp und das Benzin teurer.

Das richtig große Highlight Aitutakis ist aber die riesige Lagune und natürlich hatte ich dafür dann auch eine Bootstour gebucht.

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Nachdem ich es drei Monate mit mir durch vier verschiedene Länder herumgeschleppt habe, habe ich beim ersten Einsatz auf Aitutaki gleich mein Schnorchelset kaputt gemacht.
Wie gut, dass ich mir was leihen konnte. So gut schnorcheln wie zwischen den Korallen in der Lagune von Aitutaki, kann man wohl nur an sehr wenigen Plätzen der Welt.

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Wir waren nur fünf Gäste im Boot und da die kleine Anika als Einzige alleine da war, durfte sie vorne auf dem Boot durch die Lagune heizen.
Länger als acht Sekunden habe ich mich aber nicht getraut dabei das Handy zu halten, hier der sensationelle Clip zur Landung auf Honeymoon Island.

Ich dachte nicht, dass es solche Orte tatsächlich gibt und habe damit jetzt ein Stück weit auch meinen Reise- und Entdeckungsdrang etwas senken können. Wie könnte es denn irgendwo noch perfekter sein?

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Als guter Christ (räusper) war ich kurz vor meinem Rückflug auch noch einmal in der Sonntagsmesse der Cook Islands Christian Church (CICC). Das Gebäude ist aus Korallenstein gebaut und der Chor trägt weiße Kleidung und singt Lieder die nach Exotik, Freiheit, Stolz und etwas Wehmut klingen.

Der Pfarrer der den Gottesdienst in Maori und Englisch gestaltet hat, entließ die Anwesenden mit den Worten:

Nobody is different in this world unless you make them different.

Aitutaki war in jeder Hinsicht perfektes Südseeerlebnis und der schönste Ort der Erde den ich je gesehen habe.

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